New Issue of House of Finance Research Newsletter (4/2012) now ready for download!

The fourth issue of the House of Finance Research Newsletter in 2012 is now ready for download.

Topics:
Editorial Wolfgang Kirsch
Research  Law
Katja Langenbucher "Increased Disclosure Requirements for the Supervisory Boards of Stock Corporations"
Research
Finance
Yigitcan Karabulut "Can Facebook Predict Stockmarket Activity"
Research e-Finance
Peter Gomber, Jan Muntermann, Michael Siering "Financial Decision Support Utilizing Heterogeneous Data Sources"
Policy Platform
Jan Pieter Krahnen "Proposals for an Efficient and Sustainable Financial System"
Interview Wolf Singer "What Economists can learn form Neuroscientists"
 

Volker Wieland für Sachverständigenrat vorgeschlagen

Die Bundesregierung hat Volker Wieland, Professor für Monetäre Ökonomie am Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS) im House of Finance der Goethe-Universität, als neues Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vorgeschlagen. Nach Berufung durch den Bundespräsidenten würde Wieland vom 1. März 2013 an für fünf Jahre im Rat mitarbeiten.

Wieland zeigte sich über die Entscheidung des Bundeskabinetts hocherfreut: "Im Fall meiner Berufung durch den Bundespräsidenten werde ich mich sehr gerne in die Arbeit des Sachverständigenrates einbringen. Ich fände es spannend, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die wirtschaftspolitische Analyse und Beratung einfließen zu lassen. Von besonderem Interesse sind dabei für mich natürlich meine bisherigen Arbeitsschwerpunkte: Geldpolitik, Europäische Währungsunion, Haushaltspolitik und Konsolidierung sowie die Regulierung der Finanzwirtschaft."

Volker Wieland hat seit März 2012 die von der Stiftung Geld und Währung finanzierte Professur für Monetäre Ökonomie am Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS) inne. Seit Juni 2012 ist er Geschäftsführender Direktor des Instituts. Zuvor war er Professor für Geldtheorie und Geldpolitik an der Goethe-Universität. Wieland organisiert seit 2003 jährlich die "ECB and Its Watchers"-Konferenz, auf der sich der Präsident und Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank öffentlich der Diskussion mit Wissenschaftlern und Experten aus der Finanzwirtschaft stellen. Er promovierte 1995 an der Stanford University in Kalifornien und arbeitete anschließend fünf Jahre lang als Ökonom an der US-Notenbank Federal Reserve in Washington D.C.

 

Goethe-Universität global unter den besten Zehn

Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge begeistern Personaler und Manager

Welche Universitäten bereiten ihre wirtschaftswissenschaftlichen Absolventen am besten auf die späteren Herausforderungen in Unternehmen vor? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer weltweiten Umfrage unter Personalern und Managern führender Unternehmen, die in der International Herald Tribune veröffentlicht wurde. Das Ergebnis: Als einzige deutsche Universität schafft es die Goethe-Universität in die Liga der global besten Zehn – in eine Reihe mit Harvard, Yale, Princeton und Columbia.

Prof. Andreas Hackethal, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, freut sich über das überraschend gute Ergebnis: „Ich sehe den internationalen Spitzenplatz vor allem als Beleg für die hohe Qualität unserer Bachelor-Absolventen und die hohe Nachfrage seitens der Unternehmen nach deren Profilen. Dieses Ergebnis ist auch ein großer Ansporn, in unseren Anstrengungen zur Verbesserung von Lehre und Forschung nicht nachzulassen."

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl betonte: „Ich danke den Verantwortlichen im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften für die hervorragende Arbeit der letzten Jahre." Die Professionalisierung des Fachbereichs in Lehre und Forschung werde nun auch weltweit angemessen gewürdigt. Das Ergebnis zeige, dass entschiedene Reformarbeit am Ende auch belohnt werde.
Für das Ranking hatten das HR-Beratungsunternehmen Emerging und das Umfrageinstitut Trendence rund 2500 Personalverantwortliche und 2200 Unternehmenslenker aus 20 Ländern nach den besten Universitäten weltweit befragt. Den ersten Platz belegt die Universität Harvard, beste europäische Universität ist Cambridge auf Platz 3. Neben der Goethe-Universität befinden sich noch sieben weitere deutsche Universitäten unter den Top 150.

Link zur Global Employability Survey 2012

 

Neuer Professor für Makroökonomie am House of Finance

wiederholtMirko Wiederholt ist neuer Professor für Makroökonomie am House of Finance. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität konnte mit seiner Berufung die Vakanz in der Abteilung Geld und Währung, die durch den Wechsel von Thomas Laubach als Senior Advisor an die US-Notenbank Federal Reserve im vergangenen Frühjahr entstanden war, innerhalb kurzer Zeit wiederbesetzen.

Mirko Wiederholt war zuvor Assistant Professor an der Northwestern University in den USA, einem der besten Wirtschaftsfachbereiche der Welt, und an der Humboldt-Universität in Berlin. Im Jahr 2003 erwarb er einen Ph.D. in Volkswirtschaftslehre vom renommierten European University Institute in Florenz. Seine Forschung konzentriert sich auf die Rolle von Informationen in der Makroökonomie, auf die Ursache von Konjunkturzyklen sowie auf die Merkmale und Wirksamkeit optimaler Geldpolitik. Wiederholts Forschungsergebnisse wurden bereits in Top-Journals wie der American Economic Review veröffentlicht.

Link zur Homepage
 

CFS-Finanzplatzindex nach gutem dritten Quartal wieder im Plus


Geschäftsvolumen und Erträge in Q3 gestiegen / Optimistische Erwartungen für das vierte Quartal / Sonderumfrage: Liikanen-Report zu Reformen im EU-Bankensektor


Der CFS-Finanzplatzindex ist zu Beginn des vierten Quartals 2012 um 2,9 Punkte auf 111,7 Punkte gestiegen. Damit hat sich das Geschäftsklima innerhalb der deutschen Finanzindustrie vom Stimmungstief zu Beginn des dritten Quartals wieder erholt. Im April, zu Beginn des zweiten Quartals 2012 hatte der Index bei 111,1 Punkten gelegen, bevor er zu Beginn des dritten Quartals einen Dämpfer erlitt. Dem aktuellen Index-Anstieg liegen gestiegene Umsatz- und Ertragszahlen der Finanzinstitute und Dienstleister im dritten Quartal zugrunde sowie positive Ertragserwartungen für das vierte Quartal. Der CFS-Finanzplatzindex beruht auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen am Finanzplatz Deutschland durch das Frankfurter Center for Financial Studies.
 
 

Experten-Workshop zur Riester-Rente im House of Finance


Von Prof. Raimund Maurer


Elf Jahre nach Einführung der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge haben über 15 Millionen Verbraucher einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Die öffentliche Diskussion der vergangenen Monate hat sie jedoch verunsichert. Die Riester-Rente, so der zentrale Vorwurf, sei für den Sparer unattraktiv. Das House of Finance der Universität Frankfurt hat die prominentesten Fürsprecher und Kritiker der Riester-Rente am 27. September 2012 eingeladen, ihre Meinungen auszutauschen, zu diskutieren und Klarheit zu schaffen.

Strukturiert man die teilweise hitzig geführte Debatte, lassen sich drei wesentliche Diskussionspunkte identifizieren:
  • Erstens stellen Anhänger der umlangefinanzierten Rente die grundsätzliche Frage, wie sinnvoll eine kapitalgedeckte Altersvorsorge ist. Ist sie geeignet, die aufgrund der demographischen Entwicklung zu erwartenden Probleme bei der Umlagefinanzierung zu lösen?
  • Kritiker der Riester-Rente bemängeln zweitens einen Mangel an Fairness und Transparenz bei Riester-Verträgen. Produktions- und Vertriebskosten sowie Kosten für den Anbieterwechsel seien zu hoch und die Kalkulation von Kapitalmarkt- und Langlebigkeitsrisiken übertrieben vorsichtig. Zudem sei das staatliche Zulagen- und Zertifizierungssystem zu komplex und für den einzelnen Verbraucher daher unverständlich.
  • Umstritten sind drittens die Anlagestrategien der Produktanbieter: Mit Blick auf das derzeitige Kapitalmarktumfeld und die unsicheren Lebenserwartungen seien diese ungünstig, bemängeln Manche. So stellt sich für den einzelnen Sparer die Frage, ob sich das „Riestern“ für ihn persönlich wirklich lohnt.
Es ist wichtig, die im Raum stehenden Kritikpunkte sachlich zu prüfen. Vereinfachungen werden der Komplexität und Bedeutung des Themas für Millionen Menschen nicht gerecht. Schließlich geht es im gesamtgesellschaftlichen Interesse letztlich darum, das Vorsorgeniveau der Bevölkerung zu verbessern.

So waren sich die Experten trotz lebhafter Diskussionen in einem Punkt auch einig: Verbraucher dürfen nicht entmutigt werden, für ihre Altersvorsorge zu sparen. Denn eines ist sicher: Nichts tun, schließt die zu erwartende Rentenlücke auf keinen Fall.

Weitere Informationen:
 

Hochfrequenzhandel differenziert betrachten

Sekundenschnelles Handeln an der Börse kann positive wie negative Folgen haben / Automatisierte Textanalyse ermöglicht rascheren Informationsfluss

Finanzmärkte genießen seit Beginn der Krise im Jahr 2008 keinen guten Ruf. Das gilt auch für den Hochfrequenzhandel („High Frequency Trading“), bei dem automatisierte Algorithmen ohne menschlichen Eingriff große Wertpapiermengen handeln. Die Margen pro Einzeltransaktion sind dabei gering, aber Automatisierung, Schnelligkeit und Menge machen das Geschäft unter anderem lohnenswert. Während Kritiker den Hochfrequenzhandel für einige Krisenphänomene mitverantwortlich machen, plädiert Peter Gomber, Professor für e-Finance und Co-Chair des E-Finance Lab an der Goethe-Universität Frankfurt, hier für eine differenzierte Betrachtungsweise.

„Eine Bewertung von High Frequency Trading muss auf Basis der jeweiligen Einzelstrategien erfolgen“, schreibt Gomber mit zwei Koautoren in einem Beitrag für das Magazin „Forschung Frankfurt“ (2/2012). „Viele Strategien wie etwa Liquiditätsbereitstellung und das Ausnutzen von Kursunterschieden an verschiedenen Börsen leisten einen positiven Beitrag zur Marktqualität und Marktliquidität. Missbräuchliche Strategien versuchen dagegen, über das Aufspüren von Liquidität bei anderen Marktteilnehmern und/oder durch Vorspiegelung eines falschen Bildes der Angebots- und Nachfragesituation (,Quote Stuffing‘ oder ,Layering‘) den eigenen Profit zu maximieren.“

Gomber verteidigt die neuen Technologien rund um Algorithmic und High Frequency Trading als Phänomene ihrer Zeit: „Die Märkte haben sich seit ihrem Entstehen in einem kontinuierlichen Prozess fortentwickelt, der durch neue Technologien derzeit nur beschleunigt wird. Diese Technologien sind maßgeblich daran beteiligt, dass die Märkte im heutigen fragmentierten und hochtechnologisierten Umfeld ihre traditionelle Funktion weiterhin erfüllen können: die effiziente Zusammenführung von Angebot und Nachfrage zu möglichst geringen Transaktionskosten.“

In dem Beitrag für „Forschung Frankfurt“ geht das Autorenteam um Peter Gomber auf ein weiteres, von der EU gefördertes Forschungsprojekt (Projektname: FIRST) der Professur ein, das im Kontext des „Text Minings“ steht. Dabei geht es um computergestützte Analyseverfahren zur automatisierten Erkennung entscheidungsrelevanter Inhalte aus Quellen wie zum Beispiel Nachrichten oder  Unternehmensmeldungen. Anhaltspunkte sind dabei etwa (positive oder negative) Einschätzungen oder Stimmungen, die mit statistischen Methoden maschinell verarbeitet und eingeordnet werden. „Auf diese Weise wird die Dauer der Interpretation von Informationen im Vergleich zur menschlichen Informationsverarbeitung drastisch verkürzt. Dies verschafft Nutzern dieser Techniken potenzielle Profitmöglichkeiten, gewährleistet aber gleichzeitig auch eine hohe Informationseffizienz der Märkte und damit faire Marktpreise“, heißt es in dem Beitrag. Eine ergänzende Analyse unstrukturierter Datenquellen wie zum Beispiel Blogs oder Tweets lässt auch weitere Anwendungen für diese Technologie denkbar erscheinen, wie etwa das Aufdecken und die Prävention von Marktmissbrauch oder die Unterstützung der Risikoanalyse.

Die aktuelle Ausgabe "Forschung Frankfurt" beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema "Geld" und steht hier zum Download zur Verfügung.
 

"Dann ist die europäische Idee in Deutschland tot"

In Forschung Frankfurt diskutieren Otmar Issing und Bertram Schefold über die Notwendigkeit einer weiteren europäischen Integration.

Braucht Europa eine Fiskalunion, um den Euro angesichts der fortschreitenden Finanz- und Staatsschuldenkrise zu retten? Über diese Frage diskutieren der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Prof. Dr. Otmar Issing, und der Frankfurter Wirtschaftstheoretiker Prof. Dr. Bertram Schefold in der aktuellen Ausgabe von "Forschung Frankfurt". Das soeben erschienene Heft des Wissenschaftsmagazins (FF 2/2012) widmet sich ausschließlich dem Thema "Geld" aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

Issing, der auch Präsident des Center for Financial Studies im House of Finance ist, spricht sich darin eindringlich gegen Zugeständnisse Deutschlands aus, etwa in Form höherer Lohnabschlüsse, um die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb Europas schneller anzugleichen: "Man kann von den Deutschen nicht verlangen, dass sie allem zustimmen, nur damit der Laden zusammenbleibt. Das würde die Idee Europas in Deutschland erheblich beschädigen. Wenn beim deutschen Wähler nur übrig bleibt: Europa bedeutet, wir müssen mehr zahlen, dann ist die europäische Idee in Deutschland tot."

Auch Schefold warnt vor "unkonventionellen" Lösungen: "Deutschland ist wie alle Länder der Währungsunion in der Verantwortung, und als reichstes Land auch in besonderem Maße. Das bedeutet aber nicht, dass man sich ökonomisch versündigen sollte."

Während sich Issing skeptisch zu einer gemeinsamen europäischen Fiskalpolitik äußert, unterstreicht Schefold die ökonomische und politische Notwendigkeit einer verstärkten politischen Integration: "Niemand hat gedacht, dass eine Währungsunion für sich allein lange Bestand haben könnte. Auch in der Vergangenheit waren Währungsunionen immer vorübergehende Kreationen." Schefold bezeichnet es dabei als großes Problem, dass die Eurozone nur ein Ausschnitt der Europäischen Union ohne eigene Verwaltung ist: "Solange es in Euroland keine Institutionen gibt und nur die einzelnen Länder handeln, ist es demokratisch nicht als Ganzes legitimiert und nur Improvisation. Entsprechend erweckt der Umgang mit der Krise auch nicht den Eindruck eines planvoll koordinierten Vorgehens."

Issing, der der Goethe-Universität auch als Vorsitzender des Kuratoriums des House of Finance verbunden ist, betont die Bedeutung der Finanzmärkte bei der Lösung der Krise. Unterschiedliche Zinssätze für die Mitglieder der Währungsunion seien als Kontrollmechanismen für die jeweilige Haushaltspolitik wesentlich: "Ohne Kontrolle durch die Finanzmärkte wird es nicht gehen." Kritik an dem Druck, den die Märkte durch hohe Zinsen auf die Schuldnerländer erzeugen, weist Issing zurück: "Da wird maßlos übertrieben. Vor Einführung des Euro hatten diese Länder doch ähnlich hohe Zinssätze." Ein Land mit einer Staatsschuldenquote von mehr als 120 Prozent könne nicht erwarten, dass es von den Finanzmärkten genauso behandelt wird wie ein Land, das fiskalisch und wirtschaftlich besser aufgestellt ist.

In einem weiteren Einzelbeitrag für die aktuelle Ausgabe von "Forschung Frankfurt" geht Otmar Issing ausführlich auf die Ursachen der Staatsschuldenkrise ein. Er betont darin, dass die Europäische Union heute keineswegs weniger Probleme hätte, wenn sie über keine gemeinschaftliche Währung verfügte: "Ohne den Euro wäre aus der Interaktion zwischen Finanzkrise und exorbitanten Spannungen am Devisenmarkt ein explosives Gemisch entstanden, in dem der einheitliche Binnenmarkt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Strecke geblieben wäre."

Bertram Schefold ist ebenfalls mit einem eigenen Beitrag in "Forschung Frankfurt" vertreten. Darin untersucht er das ökonomische Werk von Johann Wolfgang von Goethe. Goethe beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit ökonomischen Theorien. In seinem dichterischen Werk entwarf er wirtschaftliche Visionen, die bis in das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert reichen. "Seine positive Vision des Kapitalismus ist von einer Sittlichkeit durchdrungen, die extreme Formen des Erwerbsstrebens und der Ausbeutung hemmt. Dagegen steht Goethes Schreckensbild eines uns modern erscheinenden Kapitalismus, wie es im 'Faust' beschworen wird", konstatiert Schefold.

Die aktuelle Ausgabe "Forschung Frankfurt" beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema "Geld" und steht hier zum Download zur Verfügung.

 

 

New Issue of House of Finance Research Newsletter (3/2012) now ready for Download!

The third issue of the House of Finance Research Newsletter in 2012 is now ready for download.

Topics:
Editorial Thomas Schäfer
"Parallel Banking – Frankfurt Can Bring some Light into the Darkness"
Research Money and Macro
Alexander Bick, Stephanie Kremer, Dieter Nautz
"Inflation and Growth: New Evidence from a Dynamic Panel Threshold Analysis"
Research
Finance
Sebastian Schlütter, Helmut Gründl
"Who Benefits from Building Insurance Groups? A Welfare Analysis of Optimal Group Capital Management"
Research e-Finance
Roman Beck, Wolfgang König, Immanuel Pahlke, Martin Wolf
"Mindfully Resisting the Bandwagon – IT Innovation Assimilation in the Financial Crisis"
Interview Uwe Walz
"The Part-Time-Master in Finance is Goethe Business School's Answer to the Bologna Process"
News House of Finance wins new LOEWE Center "Sustainable Architecture for Finance in Europe"
 

Neue Stiftungsprofessur für Sustainable Banking and Finance im House of Finance

Die Goethe-Universität Frankfurt richtet eine neue House of Finance-Stiftungsprofessur für Sustainable Banking and Finance ein, gefördert durch die DekaBank. Dabei handelt es sich um die bislang erste Sustainable-Banking-Professur in Deutschland. Die Professur wird zum 15. August 2012 mit Reint Gropp besetzt, bislang Professor für Financial Economics and Taxation an der EBS Universität in Wiesbaden.

Gropp_smallProfessor Gropp, 45, hat seine ökonomische Ausbildung an den Universitäten in Freiburg und Wisconsin-Madison absolviert. Nach seinem Ph.D. in Wisconsin arbeitete er am Internationalen Währungsfonds, unter anderem als Teil des IWF Teams in Thailand während der Asienkrise 1997. Anschließend wechselte er in die Forschungsabteilung der neugegründeten Europäischen Zentralbank (EZB), wo er zuletzt als stellvertretender Leiter für die Finanzforschung zuständig war. Gropp hat bereits als Gastprofessor an der Goethe-Universität gelehrt und geforscht und ist Research Fellow am Center for Financial Studies im House of Finance sowie Research Associate am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Im Frühjahr 2012 kehrte er als Duisenberg Fellow an die EZB zurück und verbrachte einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt an der Federal Reserve Bank of San Francisco.

Gropp ist einer der forschungsstärksten und meist zitierten Finanzökonomen Deutschlands. Gegenwärtig beschäftigt er sich vor allem mit Fragen der realwirtschaftlichen Auswirkungen von Finanzinstabilität, dem Einfluss von bankinternen Anreizsystemen auf Risiko und Kreditvergabe und der Rolle von öffentlichen Bankgarantien in der gegenwärtigen Finanzkrise.

Im Rahmen ihrer Wissenschaftsförderung ist die DekaBank der Goethe-Universität und im Besonderen dem House of Finance schon seit vielen Jahren verbunden. So fördert sie seit 1998 das Center for Financial Studies und hat von 2006 bis 2011 gemeinsam mit der Landesbank Hessen-Thüringen die Stiftungsprofessur für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Bankrecht von Prof. Theodor Baums am Institute for Law and Finance finanziert.
 
03. May 2013: Commentary on the European Monetary Union, edited by Prof. Helmut Siekmann, published
The commentary fills a gap between the existing works covering the Treaty on the European Union...
22. Apr 2013: Controversial Debate about Banking Regulation
On April 19, Theodor Weimer, Board Spokesman of the HypoVereinsbank, and Jan Pieter Krahnen,...
10. Apr 2013: George Soros held CFS Presidential Lecture
Germany should leave the European Monetary Union or accept Eurobonds. This was the core message...