Austerität und Wachstum – Konzepte für Europa

Das SAFE Policy Center hat eine Policy Letter Collection bestehend aus fünf Policy Briefs veröffentlicht, die die politik-relevanten Empfehlungen aus einem Call für Forschungsprojekte zum Thema „Austerity and Economic Growth: Concepts for Europe” zusammenfassen. Vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise, hatte das Forschungszentrum SAFE im Herbst 2013 einen Call for Projects herausgegeben mit dem Ziel, Forschungsprojekte zu fördern, die die Beziehung zwischen Austeritätspolitik, Schuldennachhaltigkeit und Wachstum beleuchten. Die Ergebnisse der fünf geförderten Projekte wurden in je einem akademischen Paper und einem gekürzten, nicht-technischen Policy Brief zusammengefasst. Diese Policy Papiere sind in der vorliegenden Policy Letter Collection, herausgegeben von Alfons Weichenrieder, vereint.

Das erste Paper von Alberto Alesina, Carlo Favero und Francesco Giavazzi behandelt den Einfluss von Haushaltskonsolidierung auf die Realwirtschaft. Harris Dellas und Dirk Niepelt betonen, dass fiskalische Austeritätspolitik als Signal fungiert, das Investoren dabei hilft, Regierungen mit hohen und niedrigen Ausfallkosten und damit Rückzahlungswahrscheinlichkeiten zu unterscheiden. Das Paper von Benjamin Born, Gernot Müller und Johannes Pfeiffer untersucht den Einfluss von Sparmaßnahmen auf die unterschiedlichen Renditen von Staatsanleihen. Oscar Jorda und Alan M. Taylor stellen im vierten Beitrag in Frage, ob die Erzählform hinter fiskalischen Konsolidierungsplänen tatsächlich exogen ist. Die fünfte Studie von Enrique Mendoza, Linda Tesar und Jing Zhang empfiehlt, dass Haushaltskonsolidierung im Wesentlichen aus Ausgabenkürzungen bestehen sollte anstatt aus Steuererhöhungen, die scheitern würden, wenn der fiskalische Spielraum ausgeschöpft ist.

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