CFS-Index legt deutlich zu

Umsätze und Erträge der Finanzbranche steigen kräftig an / Finanzinstitute beenden Stellenabbau

Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, legt im letzten Quartal 2014 deutlich zu. Er steigt um 4 Punkte auf 115,4 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert seit mehr als drei Jahren. Der Anstieg ist vor allem auf eine positive Entwicklung von Umsätzen und Erträgen der Finanzinstitute und Dienstleister am Finanzplatz Deutschland zurückzuführen. Zudem stellen die Finanzinstitute im vierten Quartal 2014 neue Mitarbeiter ein und beenden damit den Stellenabbau aus dem Vorquartal.

„Die sehr deutliche Ertragssteigerung im vierten Quartal 2014 ist angesichts der aktuellen Situation im deutschen Bankensektor ein besonders ermutigendes Signal“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies und wissenschaftlicher Leiter der Umfrage.



Die befragten Finanzinstitute und Dienstleister können entgegen den eher verhaltenen Erwartungen aus dem Vorquartal ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen im letzten Quartal 2014 stark ausbauen. Der entsprechende Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 6,4 Punkte auf 117,7 Punkte und bei den Dienstleistern um 5,4 Punkte auf 125 Punkte. Während die Finanzinstitute mit ihren Erwartungen für das erste Quartal 2015 zurückhaltend sind, rechnen die Dienstleister mit einem erneuten Anstieg.

Die Erträge der Finanzinstitute und Dienstleister entwickeln sich im vierten Quartal 2014 besonders positiv und übertreffen die Erwartungen aus dem Vorquartal deutlich. Der entsprechende Sub-Index erreicht bei den Finanzinstituten nach einem Anstieg um 10,4 Punkte einen Wert von 116,5 Punkten. Auch die Dienstleister verzeichnen nach einem Rückgang im Vorquartal ein positives Ertragswachstum. Der Sub-Index Erträge steigt für diese Gruppe um 9,3 Punkte auf 124,8 Punkte.

Der Sub-Index Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen erhöht sich bei den Finanzinstituten entgegen den Erwartungen aus dem Vorquartal um 2,7 Punkte auf 110,4 Punkte. Die Dienstleister verzeichnen ein leicht schwächeres Investitionsvolumen. Der entsprechende Sub-Index fällt um 2,8 Punkte auf 115,7 Punkte. Die Erwartungen für das laufende Quartal sind bei beiden Gruppen eher verhalten.

Die befragten Finanzinstitute stellen im vierten Quartal 2014 wieder Mitarbeiter ein und beenden damit den Stellenabbau aus dem Vorquartal. Der entsprechende Sub-Index legt um 7 Punkte zu und erreicht einen Wert von 104,3 Punkten. Für das laufende Quartal rechnen die Finanzinstitute nicht mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Auch die Dienstleister stellen im vierten Quartal 2014 weiter ein. Der entsprechende Sub-Index sinkt zwar um 3,5 Punkte, aber bleibt mit einem Wert von 114,5 Punkten auf einem hohen Niveau.

Die schon seit längerem positiv eingeschätzte zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland erreicht im vierten Quartal 2014 wieder knapp den Höchststand seit 2007. Der entsprechende Wert steigt um 5,9 Punkte auf 124,8 Punkte.