CFS-Index bleibt stabil

Entwicklung bei Finanzinstituten besser als erwartet, aber Ertragszuwächse verlangsamen sich

Die aktuelle Lage in der deutschen Finanzbranche ist im ersten Quartal 2015 auf einem ähnlich guten Niveau wie schon zum Jahresende 2014. Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima in der deutschen Finanzindustrie abbildet, bleibt mit 115,5 Punkten nahezu auf dem Wert des Vorquartals (115,4 Punkte). Die Umsätze der befragten Finanzinstitute und Dienstleister entwickeln sich im ersten Quartal des Jahres wie schon im Vorquartal positiv.

„Dass die Finanzbranche entgegen der allgemein positiven wirtschaftlichen Entwicklung eher zurückhaltend ist, überrascht angesichts der weiterhin lockeren Geldpolitik und der regulatorischen Belastungen im Finanzsektor nicht“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies und wissenschaftlicher Leiter der Umfrage.


Geschäftsvolumen weiterhin auf hohem Niveau

Die Umsätze bzw. das Geschäftsvolumen der befragten Finanzinstitute und Dienstleister entwickeln sich im ersten Quartal des Jahres wie schon im Vorquartal positiv. Der Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 0,4 Punkte auf 118,1 Punkte. Die Dienstleister verzeichnen einen leichten Rückgang ihres Umsatzwachstums um 2,1 Punkte, der Sub-Index bleibt mit 122,9 Punkten jedoch weiterhin auf einem hohen Level mit einem positiven Ausblick auf das zweite Quartal 2015.

Nach sehr hohen Ertragszuwächsen im Vorquartal verlangsamt sich der Anstieg der Erträge im ersten Quartal 2015 bei allen befragten Unternehmen. Der entsprechende Sub-Index sinkt bei den Finanzinstituten deutlich um 8,6 Punkte auf 107,9 Punkte mit eher verhaltenen Erwartungen für das laufende Quartal. Bei den befragten Dienstleistern geht der Sub-Index um 4,3 Punkte zurück, liegt aber mit 120,5 Punkten noch immer auf einem hohen Niveau.

Investitionsvolumen unverändert

Entgegen der zurückhaltenden Erwartungen aus dem Vorquartal bleibt der Zuwachs der Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen im ersten Quartal 2015 bei allen befragten Unternehmen nahezu unverändert. Der entsprechende Sub-Index lässt bei den Finanzinstituten mit 0,5 Punkten geringfügig nach und erreicht einen Wert von 109,9 Punkten, während die befragten Dienstleister hier einen Anstieg um 0,8 Punkte auf 116,5 Punkte melden.

Sowohl die Finanzinstitute als auch die Dienstleister stellen im ersten Quartal 2015 weniger neue Mitarbeiter ein als im Vorquartal. Der entsprechende Sub-Index sinkt bei den Finanzinstituten um 3,3 Punkte auf 101 Punkte und bei den Dienstleistern um 2 Punkte auf 112,5 Punkte. Während bei den Finanzinstituten der Ausblick auf das laufende Quartal verhalten ist, rechnen die Dienstleister mit einem deutlichen Anstieg der Neueinstellungen im zweiten Quartal 2015.

Bedeutung des Finanzplatzes steigt

Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland wird von den Umfrageteilnehmern zunehmend positiv eingeschätzt. Der entsprechende Wert steigt um 0,6 Punkte auf 125,5 Punkte.