Hoover-Institut und IMFS erhalten Förderung der Sloan-Stiftung für Forschungsprojekt zu makroökonomischen Modellen

Die Alfred-P.-Sloan-Stiftung unterstützt die Macroeconomic Model Comparison Initiative (MMCI) mit einer Fördersumme in Höhe von 591.295 US-Dollar über einen Zeitraum von drei Jahren. Die neue Forschungsinitiative zur Vergleichbarkeit makroökonomischer Modelle ist ein gemeinsames Projekt des Hoover-Instituts der Universität Stanford, Kalifornien, und des Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS) der Goethe-Universität Frankfurt. Die Förderung soll die Weiterentwicklung und Anwendung neuer Methoden der makroökonomischen Modellanalyse für die Geld-, Fiskal- und makroprudenzielle Politik ermöglichen. Die Förderperiode beginnt am 1. Dezember 2016.

Diese Forschungsinitiative steht unter der Leitung von John B. Taylor, Mary and Robert Raymond Professor of Economics an der Universität Stanford und George P. Shultz Senior Fellow in Economics des Hoover-Instituts, sowie der Frankfurter Ökonomen Volker Wieland, IMFS-Stiftungsprofessor für Monetäre Ökonomie, und Michael Binder, Professor für Internationale Makroökonomik und Empirische Wirtschaftsforschung an der Goethe-Universität.

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit führenden Forschungseinrichtungen wie der Sloan-Stiftung und dem Hoover-Institut. Ziel dieser wichtigen Initiative ist es, quantitative Modelle der Volkswirtschaft vergleichbar und Forschungsergebnisse reproduzierbar zu machen. Damit wollen wir die analytische Grundlage wirtschaftspolitischer Entscheidungen verbessern“, sagte Volker Wieland, Geschäftsführender Direktor des IMFS.

Quantitative makroökonomische Modelle sind von besonderer Bedeutung für Entscheidungsträger, um die Auswirkungen der Geldpolitik, der Fiskalpolitik und makroprudenzieller Maßnahmen zu beurteilen. Bislang wurden in der Entwicklung von Methoden und Standards, um die Modelle überhaupt vergleichbar zu machen, allerdings kaum Fortschritte erzielt. Innerhalb der Forschungsinitiative wird die Macroeconomic Model Data Base (MMB), ein rund 70 makroökonomische Modelle umfassendes öffentliche Archiv, das am IMFS aufgebaut wurde, weiterentwickelt in eine interaktive, frei zugängliche Plattform, mit der Forscher Modelle reproduzieren und nachbilden können.

„Mit Hilfe der MMCI können Makroökonomen die maßgeblichen Personen in Notenbanken, Finanzministerien, in der Gesetzgebung, in Regulierungsbehörden und internationalen Organisationen besser bezüglich der Wahl solcher wirtschaftspolitischer Strategien beraten, die in ihren Auswirkungen robust gegenüber Modellunsicherheit sind“, sagte Michael Binder, assoziierter Professor am IMFS.