SAFE Policy Center: Vorschlag einer Haftungskaskade bei der Bankenabwicklung

Jan Pieter Krahnen, Programmdirektor des SAFE Policy Centers, und Jörg Rocholl, Präsident der European School of Management and Technology (ESMT), stellen einen Kompromiss für die geplante europäische Bankenabwicklung vor. Muss eine Bank abgewickelt werden, soll zunächst ein Abwicklungsfonds auf nationaler Ebene zahlen. Reichen diese nationalen Mittel nicht aus, soll ein europäischer Fonds einspringen und Mittel bis zu einem vorher festgelegten Betrag zur Verfügung stellen. Auf der nächsten Stufe sollen weitere Verluste vom nationalen Haushalt getragen werden, der auf der letzten Ebene vom Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) unterstützt werden kann. Dieses vierstufige System stellt sicher, dass einerseits Staaten selbst für ihre Banken haften müssen, andererseits aber auch ein europäisches Sicherheitsnetz zur Verfügung steht, sollten die nationalen Mittel erschöpft sein.

In seiner heutigen Ausgabe berichtet das Handelsblatt über die Empfehlung von Krahnen und Rocholl: „Kompromiss für Bankenabwicklung – Finanzwissenschaftler schlagen eine Haftungskaskade vor“. Der ausführliche Vorschlag kann als SAFE White Paper hier heruntergeladen werden.