Wissenschaftlerin der Goethe-Uni erhält hochdotierte Förderung der EU

FRANKFURT. Prof. Nicola Fuchs-Schündeln, Ökonomin an der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied des Exzellenzclusters “Normative Orders” erhält einen der begehrten ERC Starting Grants. Die unter starker internationaler Konkurrenz vergebene und mit  knapp 1,4 Mio. Euro dotierte wissenschaftliche Auszeichnung wurde der 1972 geborenen Wissenschaftlerin für Ihr Projekt mit dem Titel The Role of Preferences and Institutions in Economic Transitions zuerkannt. ERC Starting Grants stellen eine der höchstdotierten wissenschaftlichen Förderungen innerhalb der Europäischen Union dar. Die Goethe-Universität steht derzeit unter den deutschen Hochschulen mit den meisten ERC Grants auf Platz 3.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl gratulierte Fuchs-Schündeln: „Ich finde es bemerkenswert, wie außerordentlich schnell Frau Fuchs-Schündeln nach ihrer Berufung an die Goethe-Universität 2009 diesen großen wissenschaftlichen Erfolg erzielt hat. Damit zählt sie in ihrem Bereich bereits zu den führenden Nachwuchswissenschaftlerinnen.“ Der Präsident wertet die neuerliche Gewährung eines ERC Starting Grant auch als Beleg dafür, welche Qualitätssteigerung in der Berufungspolitik der GU in den letzten Jahren erzielt werden konnte.

Auch der Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Prof. Alfons Weichenrieder, zeigte sich begeistert: „Professorin Fuchs-Schündeln bringt die Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt durch ihre Ideen und ihre enorme Tatkraft einen wichtigen Schritt weiter in Richtung Exzellenz.“ 

Erst im Juli 2009 ist Nicola Fuchs-Schündeln von der Harvard University an die GU gewechselt. Hier hat sie die Professur für Makroökonomie und Entwicklung inne, ist Principal Investigator im Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, und beschäftigt sich vorwiegend mit normativen Konzepten wirtschaftlicher Handlungen.

In Ihrer Forschung befasst sich Fuchs-Schündeln u.a. mit der Herausbildung von Präferenzen bezüglich Umverteilung, wirtschaftlicher Ordnungen und politischer Staatsformen sowie mit der Bedeutung heterogener Präferenzen für ökonomische Entscheidungen, insbesondere im Spar- und Konsumverhalten sowie im Arbeitsangebot. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Analyse des Transformationsprozesses in Ostdeutschland.

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn drittmittelstärksten und größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Parallel dazu erhält die Universität auch baulich ein neues Gesicht. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht ein neuer Campus, der ästhetische und funktionale Maßstäbe setzt. Die „Science City“ auf dem Riedberg vereint die naturwissenschaftlichen Fachbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Max-Planck-Instituten. Mit über 55 Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität laut Stifterverband eine Führungsrolle ein.

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