16.06.26 | SAFE: Aktuelles

Ulrike Malmendier wird Distinguished Policy Advisor am Leibniz-Institut SAFE

Renommierte Verhaltensökonomin unterstützt das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE im Wissenstransfer zu Politik und Wirtschaft.

Ab dem 15. Juni 2026 verstärkt die Verhaltensökonomin und Wirtschaftsprofessorin Ulrike Malmendier das Policy Center des im House of Finance der Goethe-Universität ansässigen Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE als Distinguished Policy Advisor.

In ihrer neuen Funktion wird sie SAFE dabei unterstützen, Entscheidungsträger:innen aus Politik und Wirtschaft evidenzbasierte Forschungsergebnisse und unabhängige Politikberatung bereitzustellen. Ziel dabei ist es, das Finanzsystem zu stärken, wirtschaftliche Innovationen zu fördern und den Bedürfnissen von Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen gerecht zu werden.

„Ich freue mich sehr, Ulrike Malmendier im SAFE Policy Center willkommen zu heißen. Mit ihrer herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation und ihrem nachweislichen Engagement für den Politikdialog wird sie unsere Aktivitäten im Wissenstransfer und in der Öffentlichkeitsarbeit maßgeblich stärken“, sagt Florian Heider, Wissenschaftlicher Direktor von SAFE.

Malmendier ist Professorin für Finanzwirtschaft an der Berkeley Haas School of Business und Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der UC Berkeley. Sie ist eine führende Expertin für Verhaltensökonomie, Behavioral Finance und Corporate Finance. Darüber hinaus war sie von 2022 bis Februar 2026 Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie von Anfang 2025 bis Anfang 2026 Präsidentin der American Finance Association.

Finanzökonomin mit Expertise in der Politikberatung

„Angesichts der aktuellen Herausforderungen in Deutschland und Europa freue ich mich, weiterhin der Politikberatung in Deutschland und Europa zur Verfügung zu stehen. Gerade im Bereich der Finanzmärkte bietet SAFE eine hervorragende Plattform,“ so Malmendier.

Malmendiers Forschung zum Einfluss der Selbstüberschätzung von CEOs auf Unternehmensführung und finanzielle Entscheidungen wurde in führenden Fachzeitschriften wie dem Journal of Finance oder dem Journal of Financial Economics publiziert. Ihre Untersuchung zum Zusammenhang der Erfahrung makroökonomischer Schocks und der Bereitschaft, finanzielle Risiken einzugehen, erschien im Quarterly Journal of Economics. Ihre Veröffentlichungen wurden viele tausend Male zitiert und sie wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter dem Fischer Black Prize der American Finance Association.

Malmendier promovierte in Business Economics an der Harvard University sowie in Rechtswissenschaften an der Universität Bonn. Nach ihrer Promotion lehrte sie an der Stanford University, mit Gastaufenthalten an der University of Chicago und der Princeton University. Sie ist außerdem Research Associate am National Bureau of Economic Research (NBER), Faculty Research Fellow am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), CESifo-Affiliate und Research Affiliate am Centre for Economic Policy Research (CEPR).