CFS-Index setzt Anstieg fort

Finanzinstitute bauen Umsätze und Erträge im 1. Quartal 2014 deutlich aus / Erstmals seit Anfang 2013 schaffen die Banken wieder neue Stellen

 

Die Finanzinstitute und Dienstleister am Finanzstandort Deutschland sind sehr gut ins Jahr 2014 gestartet. Der CFS-Index, der dreimonatlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, setzte im ersten Quartal 2014 seinen Mitte 2013 begonnenen Anstieg fort. Er zog um 2,4 deutlich auf 115,2 Punkte an, den höchsten Wert seit knapp drei Jahren. Der Index-Anstieg lässt sich insbesondere auf die positive Entwicklung bei den Finanzinstituten zurückführen, die ein deutliches Umsatzplus, eine positive Ertragsentwicklung sowie – erstmals seit mehr als einem Jahr – einen Stellenaufbau vermelden. Die befragten Dienstleister können ihr hohes Niveau behaupten.

 

„Es ist überraschend, dass die Banken im ersten Quartal 2014 trotz des aktuell hohen Drucks auf Kapitalausstattung und Risikostruktur Umsätze und Erträge steigern konnten", kommentiert Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies und wissenschaftlicher Leiter der Umfrage. „Die Neueinstellungen könnten sich auch auf die zusätzlichen regulatorischen Anforderungen zurückführen lassen."

 

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Finanzinstitute bauen Umsätze und Erträge deutlich aus

 

Die befragten Finanzinstitute konnten ihren Umsatz bzw. ihr Geschäftsvolumen im ersten Quartal 2014 deutlich ausbauen. Entgegen eher verhaltener Erwartungen im Vorquartal stieg der entsprechende Sub-Index um 7,1 auf 119,5 Punkte – den höchsten Wert seit Anfang 2011. Die Erwartungen für das zweite Quartal bleiben hoch, wenn auch unter dem Index-Wert für das erste Quartal. Die Dienstleister konnten ihr Umsatzhoch aus dem Vorquartal mit nun 125,7 Punkten noch einmal leicht übertreffen. Für das zweite Quartal 2014 prognostizieren sie eine ähnlich positive Entwicklung.

 

Bei den Erträgen konnten die Finanzinstitute ebenfalls zulegen. Der entsprechende Sub-Index zeigt seit dem zweiten Quartal 2013 eine konstante Aufwärtsbewegung und liegt nun bei 113 Punkten. In der Vorschau auf das zweite Quartal 2014 zeigen sich die Finanzinstitute verhalten und prognostizieren nur noch geringe Ertragszuwächse. Der Sub-Index Erträge für die Dienstleister zeigt einen geringfügigen Rückgang, liegt mit 119,6 Punkten aber immer noch auf sehr hohem Niveau, was auf starke Ertragszuwächse im abgelaufenen Quartal hindeutet. Die Erwartungen für das laufende Quartal sind sehr positiv.

 

Die Finanzinstitute haben ihre Investitionen im ersten Quartal 2014 leicht erhöht. Der entsprechende Sub-Index stieg um 3,6 auf 108,5 Punkte. Die Dienstleister konnten mit einem Indexwert von 111,8 Punkten das Niveau vom Vorquartal halten. Die Erwartungen für das laufende Quartal sind in beiden Sektoren stabil.

 

Banken stellen wieder ein

 

Zum ersten Mal seit Anfang 2013 berichten die Finanzinstitute wieder von steigenden Mitarbeiterzahlen. Im ersten Quartal 2014 stieg der Sub-Index Mitarbeiter um 8,1 auf 105 Punkte und damit über den neutralen Indexwert von 100 Punkten, der die Schwelle zwischen Stellenauf- und -abbau markiert. Die Finanzinstitute konnten damit ihre positiven Erwartungen aus dem Vorquartal noch einmal übertreffen. Für das zweite Quartal 2014 erwarten sie mit einem Index-Wert von 98,8 Punkten hingegen wieder einen leichten Stellenabbau. Die Dienstleister bauen ihre Belegschaften weiter deutlich aus bei stabilen Aussichten auch für das zweite Quartal 2014.