DFG fördert neue Forschungsgruppe zu "Makroökonomische Implikationen von Intra-Haushalt-Entscheidungen"

Eine der drei neuen DFG-Forschungsgruppen mit Alexander Ludwig als Sprecher untersucht, wie haushaltsinterne Entscheidungen mit makroökonomischen Schlüsselfaktoren interagieren

 

Die Verteilung von Einkommen, Konsum und Vermögen in einer Volkswirtschaft beruht auf Entscheidungen, die in einzelnen Haushalten getroffen werden. Ziel der neuen DFG-Forschungsgruppe "Makroökonomische Implikationen haushaltsinterner Entscheidungen" (Sprecher Alexander Ludwig, Goethe-Universität Frankfurt) ist es, die unterschiedlichen Konsum-, Beschäftigungs- und Investitionsmöglichkeiten der einzelnen Haushaltsmitglieder stärker als bisher zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang wird untersucht, wie haushaltsinterne Entscheidungen mit den zentralen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Faktorproduktivität und deren Verteilung interagieren. Darüber hinaus soll die Berücksichtigung haushaltsinterner Entscheidungen die Analyse von Kosten und Nutzen wirtschaftspolitischer Reformen voranbringen. Das Projekt ist eine von drei neuen Forschungsgruppen, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einem Gesamtvolumen von rund 10,4 Millionen Euro einrichtet. Die neuen Netzwerke werden für maximal zwei Vierjahreszeiträume gefördert.